Nachts, in der Kälte

Armut Viele Obdachlose in Deutschland stammen aus Osteuropa. Hamburg galt als besonders hilfsbereit – inzwischen will die Stadt die Menschen loswerden.
Von Bruno Schrep

Pole Piotr P. »Ich möch­te mich so gern än­dern, aber ich kann nicht«

Wo er heu­te Nacht schla­fe? Piotr P. schaut auf den strö­men­den Re­gen, zuckt mit den Schul­tern, rat­los. Aus dem Trep­pen­haus, in dem er Un­ter­schlupf ge­fun­den hat­te, ha­ben ihn am Mor­gen Po­li­zis­ten ver­trie­ben, ein Mie­ter hat­te ihn ver­pfif­fen. In die über­dach­te La­de­zo­ne hin­ter dem Su­per­markt, sein Aus­weich­quar­tier, kann er auch nicht mehr, der Haus­meis­ter hat den Zu­gang mit Sta­chel­draht ver­sperrt. Und die win­zi­gen Kam­mern in der nahe ge­le­ge­nen Kir­chen­ge­mein­de, re­ser­viert für arme Teu­fel wie ihn, sind alle be­legt.

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