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Li Yiwen hat das Ar­beits­la­ger nie ganz ver­las­sen. Noch heu­te quä­len ihn die Alb­träu­me von Es­sens­ent­zug, schmerz­haf­ten Straf­hal­tun­gen und der mo­no­to­nen Ar­beit in der Fa­brik. Fast ein Jahr muss­te Li in dem La­ger Xis­han Ping ver­brin­gen, weil er sich dem Wil­len der Be­zirks­re­gie­rung nicht beu­gen woll­te. Er hat­te eine hö­he­re Ent­schä­di­gung für sein Haus ge­for­dert, das we­gen ei­nes Bau­pro­jekts zer­stört wer­den soll­te. Li hat selbst ein­mal für den Staat ge­ar­bei­tet, als Elite­po­li­zist, der zwi­schen den Bür­gern und der Re­gie­rung ver­mit­telt. Er war ein­mal Pa­tri­ot - bis der Staat ihm al­les nahm: sei­nen Be­sitz, sei­ne Frei­heit und den Glau­ben an sein Land.

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