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Ja­kob Augstein Im Zwei­fel links

Frohe Bot­schaft

Weih­nach­ten ist vor­über. Aber eine Weih­nachts­ge­schich­te soll noch er­zählt wer­den. Am Hei­li­gen Abend be­such­te der Jour­na­list Ulf Po­schardt in Ber­lin-Ni­ko­las­see die Weih­nachts­mes­se. Es pre­dig­te Stef­fen Rei­che, Mit­glied der ers­ten frei ge­wähl­ten Volks­kam­mer der DDR und nun wie­der Pas­tor. Rei­ches Wor­te tra­fen Po­schardt wie der Blitz. Und das ist ja ei­gent­lich das Schöns­te, was sich von ei­ner Pre­digt sa­gen lässt. Aber bei Po­schardt führ­te die­ser Blitz nicht zu ei­ner Er­leuch­tung. Denn Po­schardt war an je­nem Abend ei­ner, von dem der Pro­phet Je­sa­ja ge­sagt hät­te, sein Auge war ver­blen­det und sein Herz ver­stockt, dass er mit den Au­gen nicht se­hen noch mit dem Her­zen ver­neh­men konn­te. Also twit­ter­te er: „Wer soll ei­gent­lich noch frei­wil­lig in eine Christ­met­te ge­hen, wenn er am Ende der Pre­digt denkt, er hat ei­nen Abend bei den #Ju­sos bzw. der Grü­nen Ju­gend ver­bracht?“

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2018.