Herr Pofalla wird Mensch

Karrieren Ronald Pofalla, einst Spitzenpolitiker, hat sich als Manager neu erfunden. Mit neuer Brille, Frau, Hund und Charity. Bei der Bahn hat er gelernt, dass das Leben manchmal unberechenbar ist. Von Alexander Osang

Bahn-Manager Pofalla: „Aber ich bin doch kein Politiker mehr“ MAURICE WEISS / Der Spiegel

Für ei­nen Mann, der als un­ver­bind­lich und glatt gilt, er­zählt Ro­nald Po­fal­la gleich am An­fang ziem­lich viel per­sön­li­che Sa­chen. Zum Bei­spiel, dass er mor­gens um sechs auf­steht. Im­mer. Er macht sich dann ei­nen Kaf­fee und liest die Zei­tung. Er kann so früh nichts es­sen. Dann: zwei­ter Kaf­fee. Meist trinkt er drei, be­vor er im Büro ist. Zwi­schen­durch macht er sich eine Stul­le. Die nimmt er mit ins Büro und isst sie am spä­ten Vor­mit­tag. Er sagt „Stul­le“. Er sagt das ganz be­wusst, weil es bo­den­stän­dig klingt. Heu­te al­ler­dings, am Mon­tag, ist er früh mit dem Zug von zu Hau­se ge­kom­men, aus dem Ruhr­ge­biet, wo er mit sei­ner Frau die Wo­chen­en­den ver­bringt. Er reist ohne Stul­le. Es ist eins, und er hat noch gar nix ge­ges­sen.

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