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Kom­men­tar

Deut­scher Kon­sens

Der Rapper Kollegah darf nicht beim Hessentag auftreten.

von Tobias Rapp

Ei­gent­lich war es das, was die Rüs­sels­hei­mer Ju­gend­li­chen wol­len. Der Ober­bür­ger­meis­ter hat­te sie be­fra­gen las­sen, wer im Rah­men­pro­gramm des so­ge­nann­ten Hes­sen­tags im Juni auf­tre­ten soll. Er­geb­nis: der Rap­per Kol­le­gah und ei­ni­ge an­de­re. Nun wird das Kon­zert ab­ge­sagt. Der Zen­tral­rat der Ju­den, die Grü­nen und die hes­si­sche Staats­kanz­lei op­po­nier­ten ge­gen den Auf­tritt. Kol­le­gah sei an­ti­se­mi­tisch. Zwar sind kei­ne di­rekt ju­den­feind­li­chen Zei­len von ihm be­kannt, dass er den Staat Is­ra­el ab­lehnt, ist aber kein Ge­heim­nis, und er hat den Rap­per Fa­vo­ri­te in sei­nem Stück „Sand­uhr“ als Gast – „Ich lei­h' dir Geld, doch nicht ohne 'nen jü­di­schen Zins­satz, äh Zünd­satz“ – rap­pen las­sen.

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