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Kultur

Schee­ren-Ent­wurf für Frank­fur­ter Hoch­haus

Ar­chi­tek­tur

Leben statt Leere

Ole Schee­ren, 46, ge­bür­tig aus Karls­ru­he und wohn­haft auf di­ver­sen Kon­ti­nen­ten, ist ei­ner der re­nom­mier­tes­ten Ar­chi­tek­ten sei­ner Ge­ne­ra­ti­on – welt­weit. In Städ­ten wie Pe­king, Sin­ga­pur und Bang­kok er­rich­te­te er Hoch­häu­ser, die nicht dem Wol­ken­krat­zer-Ein­heits­look ent­spre­chen. Nun baut er erst­mals in Eu­ro­pa, so­gar in sei­ner Hei­mat Deutsch­land – und zwar in Frank­furt, di­rekt am Ufer des Mains. Eine wei­te­re Pre­mie­re: Schee­ren baut nicht völ­lig neu, son­dern übt sich in Up­cy­cling, er ge­stal­tet ei­nen Bü­ro­turm aus den Sieb­zi­ger­jah­ren (be­zie­hungs­wei­se des­sen Be­ton­kern) zum spek­ta­ku­lä­ren Wohn­hoch­haus um. Die der­zeit 18 Stock­wer­ke wer­den um fünf wei­te­re er­höht, was zur Ver­dich­tung der Stadt bei­trägt. Die Ar­chi­tek­tur selbst lo­ckert er auf, lässt die Fas­sa­den vor- und zu­rück­sprin­gen. Das Pro­jekt könn­te eine gan­ze Um­bau­wel­le in den Me­tro­po­len aus­lö­sen. Schee­ren sagt, man scho­ne Res­sour­cen, er­rei­che aber auch eine an­de­re Art von Nach­hal­tig­keit: Die Um­nut­zung von Hoch­häu­sern brin­ge Le­ben in die oft men­schen­lee­ren Ge­schäfts­vier­tel zu­rück. Im di­gi­ta­len Zeit­al­ter müs­se die räum­li­che Auf­tei­lung von Ar­beit und Le­ben über­dacht wer­den – „kon­se­quen­ter­wei­se soll­ten sich die­se bei­den Sphä­ren un­se­res All­tags wie­der nä­her­kom­men“. Be­kannt wur­de Schee­ren mit dem CCTV Tower in Pe­king, den er noch als Mit­ar­bei­ter des Nie­der­län­ders Rem Kool­haas er­rich­tet hat­te. Längst sind sie ge­wich­ti­ge Kon­kur­ren­ten, nun auch auf dem eu­ro­päi­schen Ar­chi­tek­tur­markt.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 55/2017.