Voyeuris­tische Schauder

Der amerikanische Roman Ein wenig Leben erzählt auf melodramatische Weise von Freundschaft und sexuellem Missbrauch. Kann das gut gehen?
Von Claudia Voigt

VIER MÄNNER, FREUN­DE: Jude, JB, Mal­colm, Wil­lem. Sie ken­nen sich seit dem Col­le­ge, nun sind sie Mit­te zwan­zig und le­ben in New York. Jude hat Ma­the­ma­tik und Jura stu­diert, Wil­lem will Schau­spie­ler wer­den, bei­de sind auf der Su­che nach ei­ner ge­mein­sa­men Woh­nung. Mal­colm wohnt noch bei sei­nen ver­mö­gen­den El­tern auf der Up­per East Side, er baut Mo­dell­häu­ser und ar­bei­tet in ei­nem gro­ßen Ar­chi­tek­tur­bü­ro. JB ist Künst­ler, un­ge­dul­dig war­tet er auf sei­nen Durch­bruch und jobbt bei ei­ner Kunst­zeit­schrift, da­mit dort ein Ar­ti­kel über ihn er­scheint. Zwei­mal im Mo­nat tref­fen sich die vier in ei­nem viet­na­me­si­schen Re­stau­rant, sie fei­ern Thanks­gi­ving und Weih­nach­ten zu­sam­men. Der Ro­manEin we­nig Le­ben von Hanya Ya­na­giha­ra, der so dick und schwer ist, dass man ihn beim Le­sen schlecht hal­ten kann, könn­te nicht wer­be­spothaf­ter be­gin­nen.

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