Frau der bösen Tat

Die RAF-Mit­be­grün­de­rin Gud­run Ens­s­lin er­häng­te sich im Ok­to­ber 1977 in ih­rer Zel­le in Stutt­gart-Stamm­heim, mit­ten im fins­te­ren »Deut­schen Herbst«. Wie aus dem ge­sel­li­gen und glücks­be­gab­ten Kind ei­nes süd­deut­schen Pfarr­haus­hal­tes eine er­bar­mungs­ar­me Ter­ro­ris­tin wer­den konn­te, wie aus der klu­gen und sprachmäch­ti­gen Stu­den­tin der Li­te­ra­tur eine Frau der bö­sen Tat, die­ser Fra­ge möch­te die Bio­gra­fin In­ge­borg Gleich­auf vor­ur­teils­frei nach­ge­hen. Ihre Quel­len sind al­ler­dings be­kannt, und ihre Ein­sich­ten, wo sie vom Übli­chen ab­wei­chen, von spe­ku­la­ti­ver In­ner­lich­keit. Ihr skru­pu­lö­ses Er­zäh­len dar­über, wie es mög­li­cher­wei­se in Gud­run Ens­s­lins In­ne­rem aus­sah, löst ins­ge­samt kei­ne Rät­sel, son­dern fügt den be­kann­ten le­dig­lich ei­ge­ne hin­zu. Mit viel gu­tem Wil­len und Ge­duld nennt man der­glei­chen eine »be­hut­sa­me An­nä­he­rung«.

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