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Kultur

Pe­ter­sen

Mu­sik

Hymnen auf die Schönheit

Ro­man­ti­sche Kunst­lie­der von Franz Schu­bert, Ro­bert Schu­mann oder Jo­han­nes Brahms zäh­len eher zu den Mau­er­blüm­chen des Mu­sik­be­triebs. Vie­le Zeit­ge­nos­sen ha­ben mit den so kom­plett iro­nie­frei­en Hym­nen auf die Schön­hei­ten der Na­tur und der Lie­be ihre lie­be Mühe – zu ma­nie­riert, zu ar­ti­fi­zi­ell klin­gen die meis­ten Ein­spie­lun­gen. Das muss aber nicht sein, wie jetzt das neue Al­bum der So­pra­nis­tin Mar­lis Pe­ter­sen zeigt. Be­glei­tet von Ste­phan Mat­thi­as La­de­mann, prä­sen­tiert die in­ter­na­tio­nal er­folg­rei­che Opern­sän­ge­rin nun eine Tri­lo­gie von Kon­zept­al­ben. Die ers­te CD der Rei­he „Di­men­sio­nen“ trägt den Ti­tel „Welt“, es fol­gen „An­ders­welt“ und „In­nen­welt“ (Sony Mu­sic). Pe­ter­sen, die zu­letzt beim Er­öff­nungs­fes­ti­val der Ham­bur­ger Elb­phil­har­mo­nie Fu­ro­re mach­te, ist mit ei­nem be­son­ders schö­nen, über­haupt nicht klir­ren­den So­pran ge­seg­net. Und sie singt die Hits des 19. Jahr­hun­derts, Schu­manns „Sehn­sucht“ oder Ri­chard Wag­ners „Ste­he still“, mit ei­nem eben­so ru­hi­gen wie war­men Ton, der je­den Kitsch­ver­dacht so­fort ent­kräf­tet. Ganz ent­schei­dend für den per­fek­ten Klang die­ser Auf­nah­me aber war die Wahl des Pia­nis­ten – und des In­stru­ments: Ste­phan Mat­thi­as La­de­mann spielt auf ei­nem Flü­gel der Bay­reu­ther Kla­vier­ma­nu­fak­tur Stein­gra­eber, ei­nem eher weich klin­gen­den Pia­no­for­te, das für die Lied­be­glei­tung kon­ge­ni­al ist, im Un­ter­schied zu dem sonst üb­li­chen, me­tal­lisch har­ten Stein­way, der in­zwi­schen – lei­der – zum ob­li­ga­to­ri­schen Mo­bi­li­ar der Kon­zert­sä­le die­ser Welt ge­hört.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 49/2017.