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Ver­bre­chen

Der Mann von Zimmer 402

Am 11. April erschütterte der Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund die Republik. Der mutmaßliche Attentäter steht bald vor Gericht. Die Geschichte einer unfassbaren Tat.

Wald beim Mannschaftshotel „l'Arrivée": Hier baute der Täter mutmaßlich seine Bomben zusammen MARCUS SIMAITIS / DER SPIEGEL

In der Nacht auf den 11. April, um 0.44 Uhr, ver­lässt ein jun­ger Mann die Lob­by des Ho­tels „l'Ar­ri­vée“ süd­lich von Dort­mund und wird sie erst fünf Stun­den spä­ter wie­der be­tre­ten. Spä­ter ver­fol­gen Po­li­zei­hun­de die Spu­ren des Man­nes in den an­gren­zen­den Nie­der­ho­fer Wald. Es ist Voll­mond, kurz vor Os­tern, die ers­ten Nar­zis­sen blü­hen schon. Tags­über spa­zie­ren hier die Nach­barn und Ho­tel­gäs­te, um die­se Zeit aber ist nie­mand mehr un­ter­wegs. Der Mann, 28 Jah­re alt, klein, blond, geht ver­mut­lich den schma­len Rei­ter­pfad hin­un­ter, über­quert ei­nen Bach, wen­det sich nach links und ver­schwin­det in ei­ner dich­ten Bu­chen­scho­nung. Hier, in ei­ner Kuh­le, um­ge­ben von gro­ßen Fich­ten, will er die letz­ten Vor­be­rei­tun­gen tref­fen für ein Ver­bre­chen, das er seit Mo­na­ten plant: ei­nen An­schlag auf den Mann­schafts­bus des Fuß­ball­ver­eins Bo­rus­sia Dort­mund.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 49/2017.