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Wirt­schaft

Pro­tes­te in Athen

Wäh­rungs­uni­on

FDP und AfD stimmen für den Euro

Furcht vor Irritationen an den Finanzmärkten

FDP und AfD ha­ben die ers­te Ge­le­gen­heit ver­strei­chen las­sen, im neu­en Bun­des­tag ein ih­ren Par­tei­pro­gram­men ent­spre­chen­des eu­ro­pa­skep­ti­sches Si­gnal zu set­zen. Ver­tre­ter bei­der Par­tei­en vo­tier­ten am Mitt­woch ver­gan­ge­ner Wo­che im Haupt­aus­schuss des Bun­des­ta­ges da­für, Dar­le­hens­vo­lu­men und Ka­pi­tal­aus­stat­tung des eu­ro­päi­schen Ret­tungs­schirms ESM un­ter sei­nem Chef Klaus Reg­ling im bis­he­ri­gen Um­fang zu ver­län­gern. Bei­des steht alle fünf Jah­re auf dem Prüf­stand, die Bun­des­re­gie­rung darf nur für die Ver­län­ge­rung stim­men, wenn der Bun­des­tag nichts da­ge­gen hat. Das Vo­tum bei­der neu im Bun­des­tag ver­tre­te­nen Par­tei­en er­staunt, denn sie ste­hen der Eu­ro­ret­tungs­po­li­tik skep­tisch ge­gen­über, bei­de wol­len den ESM aus­lau­fen las­sen. Doch of­fen­bar fürch­te­ten Frei­de­mo­kra­ten wie Al­ter­na­ti­ve glei­cher­ma­ßen, dass ein Veto des Bun­des­ta­ges ge­fähr­li­che Si­gna­le an die Fi­nanz­märk­te sen­den könn­te, vor de­nen der ESM in ei­ner ver­trau­li­chen Vor­la­ge für den Bun­des­tag warnt. „Eine Sen­kung der Dar­le­hen­s­ka­pa­zi­tät des ESM zum ge­gen­wär­ti­gen Zeit­punkt könn­te trotz des an­hal­ten­den Wirt­schafts­auf­schwungs im Euro-Wäh­rungs­ge­biet als Ent­schei­dung ver­stan­den wer­den, die Rol­le des ESM als Kri­sen­be­wäl­ti­gungs­me­cha­nis­mus ein­zu­schrän­ken“, heißt es dar­in. Zu­dem könn­te der Ein­druck ent­ste­hen, die Mit­glied­staa­ten woll­ten ihr En­ga­ge­ment zu­rück­fah­ren. Das kön­ne zu Ir­ri­ta­tio­nen an den Märk­ten füh­ren.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 49/2017.