>

An­schlä­ge

Die Vergessenen

Ein Jahr nach dem Attentat auf den Weihnachtsmarkt in Berlin sind viele der Hinterbliebenen und Opfer vom Staat enttäuscht. Ihre Wut richtet sich auch gegen die Kanzlerin.
Von Britta Stuff und Wolf Wiedmann-Schmidt

René Kö­chel „Es hilft nichts. Ich muss nach vor­ne schau­en.“

Am 19. De­zem­ber soll das al­les en­den. Sie wer­den sich an die­sem Tag auf dem Breit­scheid­platz tref­fen, di­rekt ne­ben der Ge­dächt­nis­kir­che. Sie wer­den aus Is­ra­el an­rei­sen, aus Bran­den­burg, aus den USA und sich ne­ben ei­nen Riss im Bo­den knien, der auf dem Platz be­ginnt und sich über die Trep­pe zur Kir­che fort­setzt. Auf den Stu­fen ste­hen die Na­men der zwölf To­ten. Die An­ge­hö­ri­gen der To­ten des An­schlags wer­den den Riss mit ei­ner Me­tall­le­gie­rung schlie­ßen. Jede Fa­mi­lie ei­nes Op­fers wird ein paar Gramm flüs­si­ges Gold in den Bo­den ver­sen­ken und so das von der Se­nats­kanz­lei Ber­lin be­auf­trag­te Denk­mal fer­tig­stel­len. Eine Wun­de, die sich schließt.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer SPIEGEL-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 49/2017.