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Haus­mit­tei­lung

Rö­bel, Dett­mer

Es ist von Vor­teil, gro­ße The­men nicht nur über Mo­na­te oder Jah­re, son­dern so­gar über Jahr­zehn­te zu ver­fol­gen. Manch­mal las­sen sich nur so Zu­sam­men­hän­ge er­ken­nen, be­last­ba­re Schluss­fol­ge­run­gen zie­hen. Mar­kus Dett­mer ge­hört zu den Re­dak­teu­ren, die 1999 für denSPIEGEL die CDU-Spen­den­af­fä­re re­cher­chiert ha­ben, Sven Rö­bel be­schäf­tigt sich eben­falls seit mehr als zehn Jah­ren mit dem The­ma Par­tei­en­fi­nan­zie­rung. Im ver­gan­ge­nen Jahr mach­ten sie sich dar­an, die Af­fä­re neu zu be­trach­ten, Aus­schau zu hal­ten nach den omi­nö­sen Spen­dern, von de­nen Hel­mut Kohl stets be­haup­tet hat­te, dass es sie gebe, ohne dass er je be­reit ge­we­sen wäre, ihre Na­men preis­zu­ge­ben. Zu­sam­men mit den Fil­me­ma­chern Ste­phan Lam­by und Eg­mont R. Koch leuch­te­ten sie die dunk­len Sei­ten von Kohls Ver­mächt­nis aus. Zu wel­chem Er­geb­nis sie ge­kom­men sind, ist zu le­sen ab zum Ar­ti­kel

Stock, Diehl, Schmid

Als sich ein Team vonSpiegel-Re­dak­teu­ren vor­nahm, den Bom­ben­an­griff auf den Mann­schafts­bus des Fuß­ball­ver­eins Bo­rus­sia Dort­mund (BVB) zu re­kon­stru­ie­ren, war vor al­lem die Skru­pel­lo­sig­keit des Tä­ters ein Rät­sel. Um eine Ak­tie zum Ab­sturz zu brin­gen und ei­nen ho­hen Spe­ku­la­ti­ons­ge­winn zu er­zie­len, hat­te Ser­gej W. of­fen­bar ver­sucht, 28 Men­schen in die Luft zu spren­gen. Weil sie den schein­bar gänz­lich em­pa­thie­lo­sen Men­schen ver­ste­hen woll­ten, be­such­ten Ra­fa­el Busch­mann, Jörg Diehl, Özlem Ge­zer, Claas Re­lo­ti­us, Fi­de­li­us Schmid, Jo­na­than Stock und Ta­kis Wür­ger die süd­deut­sche Hei­mat von Ser­gej W., spra­chen mit Freun­den, Ver­wand­ten, auch mit An­ge­stell­ten des BVB. Sie sich­te­ten die Ak­ten der Er­mitt­ler, reis­ten zum Tat­ort und nach Tschel­ja­b­insk in Russ­land, wo Ser­gej W. zur Schu­le ge­gan­gen ist. „Der Fall ist ein­zig­ar­tig“, sagt Stock, „Ser­gej W. ist viel­leicht der ers­te deut­sche At­ten­tä­ter, der tö­ten woll­te, um ge­liebt zu wer­den.“ zum Ar­ti­kel

Das Jahr 2017 ist ein Jahr der De­mo­kra­tie, im Gu­ten wie im Schlech­ten. Die Wahl Em­ma­nu­el Ma­crons in Frank­reich zeig­te, dass aus ver­krus­te­ten Struk­tu­ren Hoff­nungs­vol­les er­wach­sen kann; die Amts­über­nah­me Do­nald Trumps be­weist das Ge­gen­teil. Deutsch­land, mit dem Auf­stieg der AfD, dem kur­zen Auf­blit­zen ei­ner bun­ten Ja­maikako­ali­ti­on, steht zur­zeit recht ori­en­tie­rungs­los zwi­schen die­sen Po­len. An­ge­sichts der Lage wid­met sich diechro­nik 2017 aus­gie­big der Po­li­tik. Die Au­to­rin­nen und Au­to­ren bli­cken zu­rück auf die Er­eig­nis­se, die die­ses Jahr präg­ten, in der Po­li­tik, aber auch jen­seits da­von. Be­schrie­ben wird, un­ter an­de­rem, das ewi­ge Le­ben der ver­stor­be­nen „Star Wars“-Schau­spie­le­rin Car­rie Fis­her, die Wand­lung Phil­ipp Lahms vom Fuß­ball­star zum Un­ter­neh­mer und der ver­dient tie­fe Fall des Hol­ly­wood­pro­du­zen­ten Har­vey Wein­stein. Die CHRO­NIk 2017 ist ab Mitt­woch im Han­del er­hält­lich und wird den Abon­nen­ten zu­ge­stellt.


Vor­le­se-Funk­ti­on auf al­len Ge­rä­ten
Das Ab­spie­len von Au­dio­da­tei­en funk­tio­niert mit die­ser Aus­ga­be wie­der stö­rungs­frei auf al­len Ge­rä­ten. Seit der Um­stel­lung auf das Be­triebs­sys­tem iOS 11 hat­ten App­le-Kun­den im­mer wie­der Pro­ble­me mit der Vor­le­se­funk­ti­on. Der Grund: iOS 11 un­ter­bricht Ton­da­tei­en im Sperr­bild­schirm-Mo­dus nach drei Mi­nu­ten. Zwar hat App­le den Feh­ler noch nicht kor­ri­giert, wir ha­ben aber eine tech­ni­sche Al­ter­na­ti­ve ge­schaf­fen. Viel Spaß mit dem Au­dio­an­ge­bot im di­gi­ta­len SPIEGEL.