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Grie­chen­land

Die Gefängnis­insel

Die Lage auf Lesbos eskaliert. Mehr als 8000 Migranten sitzen dort fest, leiden unter Dreck und Gewalt. Auch die Inselbewohner wehren sich.

Im­pro­vi­sier­te Flücht­lings­zel­te auf Les­bos: „Vor ei­nem Krieg ge­flo­hen und in ei­nem neu­en ge­lan­det“

Wer Eu­ro­pas Schan­de be­sich­ti­gen will, fährt ei­nen Hü­gel zwi­schen Oli­ven­hai­nen auf der In­sel Les­bos hoch, bis er an die me­ter­ho­hen Be­ton­mau­ern des Camps Mo­ria ge­langt. „Will­kom­men im Ge­fäng­nis“, hat je­mand an die Mau­er ge­sprüht. Ein bes­tia­li­scher Ge­stank von Urin und Müll schlägt ei­nem ent­ge­gen, auf dem Bo­den lie­gen Hun­der­te Plas­tik­tü­ten. Es reg­net, knö­chel­hoch steht das Brack­was­ser auf der Stra­ße. Die Mi­gran­ten, die aus dem Camp kom­men, hül­len sich in dün­ne Plas­tik­capes, vie­le lau­fen in Flip­flops durch die Brü­he. Kin­der wei­nen, Män­ner rem­peln. So sieht ei­ner der be­schä­mends­ten Fle­cken Eu­ro­pas aus.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 48/2017.