»39 Kilo? Scheiße. Endlich«

SPIEGEL-Gespräch Die Angst vor Kalorien macht den Alltag von Magersüchtigen zum absurden und lebensgefährlichen Versteckspiel. Die Autorin Larissa Sarand erzählt, wie sie sich beim Verhungern zusah.

Au­to­rin Sa­rand: »Wahn­sin­nig dünn« gilt als Kom­pli­ment

Ist es eine gute Idee, ei­ner Ess­ge­stör­ten Scho­ko­la­de mit­zu­brin­gen? Sie zö­gert kurz, dann sagt sie Ja und nimmt die Pra­li­nen an. Sa­rand ist 29, 1,65 Me­ter groß und wiegt heu­te 52 Ki­lo­gramm – ein Er­folg. Es wa­ren schon mal 39 Kilo. Ma­ger­sucht trifft vie­le Mäd­chen in der Pu­ber­tät, aber nicht nur – auch Jun­gen, auch Frau­en, auch Män­ner. Auf fast eine hal­be Mil­li­on schätzt die Bun­des­zen­tra­le für ge­sund­heit­li­che Auf­klä­rung die Zahl der Be­trof­fe­nen. Die Bar­mer Er­satz­kas­se re­gis­trier­te in­ner­halb von vier Jah­ren ei­nen Zu­wachs von über 50 Pro­zent. War­um ist das so? Was hilft? Die Ber­li­ne­rin La­ris­sa Sa­rand hat erst in ih­rem Blog dar­über be­rich­tet, nun in ei­nem Buch(*). Ihr Ton­fall: sar­kas­tisch, manch­mal zy­nisch, mit Blick für Ko­mik in der Ka­ta­stro­phe. Es ist eine un­ge­wöhn­li­che Sicht auf den Kampf mit ei­ner Krank­heit, die den Men­schen zu ei­nem »Ske­lett auf zwei Bei­nen« macht – und die­je­ni­gen, die es mit­an­se­hen müs­sen, zum Ver­zwei­feln bringt.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 47/2017.