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ZEIT­REISE – DER SPIEGEL VOR 50 JAHREN

B-52 Lang­stre­cken­bom­ber

Ato­ma­re Ab­schre­ckung

Plutonium über Palomares

Das Gefährliche am Kalten Krieg war vielleicht weniger, dass die beiden Supermächte mit ihrem Atomarsenal aufeinander losgehen könnten, als dass eine Unbedachtheit, ein Unfall eine nukleare Katastrophe auslösen könnte. So wie 1966, als ein B-52-Bomber über Spanien abstürzte – mit an Bord: vier Wasserstoffbomben.

Die kur­ze Mit­tei­lung, die der US-Prä­si­dent am Mor­gen des 17. Ja­nu­ars im Schlaf­zim­mer über­reicht be­kam, fass­te das Ge­sche­he­ne recht gut zu­sam­men: „Eine B-52 und ein KC-135-Tan­ker kol­li­dier­ten bei ei­ner Auf­tan­ko­pe­ra­ti­on 290 Ki­lo­me­ter von Gi­bral­tar ent­fernt. Die B-52 zer­schell­te auf dem Bo­den nahe der spa­ni­schen Küs­te, und der Tan­ker stürz­te ins Meer.“ Ein „Bro­ken Ar­row“ war ein­ge­tre­ten, so das Code­wort für ei­nen ato­ma­ren Zwi­schen­fall. So­was ließ sich nicht ganz ver­mei­den, schließ­lich wa­ren seit 1961 rund um die Uhr Bom­ber im Rah­men der Ope­ra­ti­on „Chro­me Dome“ in der Luft, um ei­nen so­wje­ti­schen An­griff so­fort ver­gel­ten zu kön­nen. Zum Auf­takt ih­rer vier­tei­li­gen Se­rie be­schrieb die ame­ri­ka­ni­sche Jour­na­lis­tin Flo­ra Le­wis de­tail­liert den Un­fall­her­gang und die Re­ak­tio­nen der ge­schock­ten To­ma­ten­bau­ern.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 46/2017.