>

Fil­me

Mission Mitmensch

Die Schauspielerin Vanessa Redgrave und der Künstler Ai Weiwei schildern ihre Sicht auf das globale Flüchtlingsdrama – ein heikles, aber auch ergreifendes Unterfangen.

Szene aus Ai-Weiwei-Film „Human Flow": Irritierend schöne Bilder aus dem Leben der Vertriebenen und Entrechteten Human Flow UG / NFP

Ein­mal wird die Stim­me der stol­zen, oft in for­scher Laut­stär­ke spre­chen­den Schau­spie­le­rin Va­nes­sa Red­gra­ve ver­blüf­fend warm und sanft. „Ich saß ei­nes Abends in Lon­don am Ra­dio und war pa­nisch vor Angst, dass der Fa­schis­mus zu­rück­kehrt“, sagt Red­gra­ve. Sie sitzt auf dem Sofa ei­nes Nürn­ber­ger Ho­tel­zim­mers, rückt ein Stück nach vorn und lässt ihre be­rühm­ten blau­en Au­gen strah­len. Sie schil­dert eine Kind­heits­er­in­ne­rung; sie war da­mals, 1948, kei­ne zwölf Jah­re alt. „Der BBC-Spre­cher las die All­ge­mei­ne Er­klä­rung der Men­schen­rech­te vor, Ar­ti­kel für Ar­ti­kel. Und ich be­schloss, da­für zu kämp­fen, dass die­se Rech­te auch durch­ge­setzt wer­den. Das war der Mo­ment, in dem ich zu ei­nem po­li­tisch den­ken­den Men­schen wur­de.“

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer SPIEGEL-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 46/2017.