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Wirt­schaft

VW-Werk in Wolfs­burg

Die­selskan­dal

Sagte Winterkorn der Regierung zu viel?

Bankenaufsicht prüft neuen Vorwurf gegen Volkswagen.

Dem VW-Kon­zern und sei­nem ehe­ma­li­gen Chef Mar­tin Win­ter­korn droht neu­er Ärger von der Fi­nanz­auf­sicht Ba­Fin. Die Be­hör­de un­ter­sucht seit Kur­zem, ob VW im Zuge der Die­sel­af­fä­re In­si­der­infor­ma­tio­nen un­be­fugt an Drit­te wei­ter­ge­ge­ben hat. Hin­ter­grund sind die Er­eig­nis­se bei VW am 20. und 21. Sep­tem­ber 2015 (SPIEGEL 44/​2017). Bei ei­ner Kri­sen­sit­zung am 20. Sep­tem­ber sol­len VW-Tech­ni­ker er­klärt ha­ben, nicht nur in den USA sei Schum­mel­soft­ware ein­ge­setzt wor­den, son­dern auch in an­de­ren Tei­len der Welt, be­trof­fen sei­en meh­re­re Mil­lio­nen Au­tos. Ein wei­te­res Er­geb­nis der Sit­zung sei ge­we­sen: Man müs­se die Bun­des­re­gie­rung in­for­mie­ren, ehe man mit den heik­len Er­kennt­nis­sen an die Öffent­lich­keit gehe. Am Tag dar­auf un­ter­rich­te­te Win­ter­korn den Chef des Kraft­fahrt-Bun­des­am­tes, Ek­hard Zin­ke, und Ver­kehrs­mi­nis­ter Alex­an­der Do­brindt dar­über. Erst am 22. Sep­tem­ber ver­öf­fent­lich­te der Kon­zern eine ent­spre­chen­de Ad-hoc-Mel­dung. „Wir se­hen uns die­sen Vor­gang mit Blick auf eine mög­li­cher­wei­se un­be­fug­te Wei­ter­ga­be von In­si­der­infor­ma­tio­nen an“, be­stä­tig­te eine Ba­Fin-Spre­che­rin. Die Fi­nanz­auf­sicht geht be­reits seit 2015 dem Ver­dacht auf In­si­der­han­del nach. We­gen Markt­ma­ni­pu­la­ti­on er­mit­telt die Staats­an­walt­schaft Braun­schweig. VW er­klärt, man habe die „ka­pi­tal­markt­recht­li­che Pu­bli­zi­täts­pflicht ord­nungs­ge­mäß er­füllt“.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 46/2017.