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Chi­na

Der hellwache Riese

Nach 40 Jahren atemberaubenden Aufstiegs hat China die Schwelle zur politischen, wirtschaftlichen und technologischen Supermacht überschritten. Der Westen hat noch nicht begriffen, vor welcher Herausforderung er steht. Ein Weckruf.

Prä­si­den­ten Trump, Xi mit Ehe­frau­en am 8. No­vem­ber in Pe­king: Der „Füh­rer der frei­en Welt“ ist auf Ab­schieds­tour 

Mit die­ser Welt­kar­te stimmt et­was nicht. Sie hängt im Blau­en Saal des Au­ßen­mi­nis­te­ri­ums in Pe­king, ma­jes­tä­tisch groß über ei­nem Po­di­um mit zwei ro­ten Fah­nen. Eu­ro­pa liegt auf die­ser Kar­te, ziem­lich zer­quetscht, am lin­ken obe­ren Rand, dar­un­ter Afri­ka, das deut­lich bes­ser zu er­ken­nen ist. Ame­ri­ka, in west­li­chen At­lan­ten stets auf der lin­ken Sei­te, liegt rechts au­ßen, tief im Os­ten. Im Zen­trum der Kar­te: die Lee­re des Pa­zi­fiks. Gleich da­ne­ben aber, wie ein mäch­ti­ger Bauch aus der eu­ra­si­schen Land­mas­se ra­gend: Chi­na, das Reich der Mit­te. Ganz Asi­en schaut an­ders auf die Welt als der Wes­ten, der es jahr­hun­der­te­lang do­mi­nier­te. Das war schon frü­her so, es ist nur vie­len Eu­ro­pä­ern und Ame­ri­ka­nern nicht auf­ge­fal­len. Je rei­cher und je selbst­be­wuss­ter aber Asi­ens Groß­macht Chi­na wird, des­to be­deu­ten­der wird Pe­kings Blick auf den Glo­bus.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 46/2017.