Ohne Über­schrift

Leitartikel Der Auftakt der Jamaikagespräche lässt vier Jahre Stillstand und Streit befürchten.

Wenn es stimmt, dass der ers­te Ein­druck zählt, wür­de man dem Land eine Re­gie­rungs­ko­ali­ti­on aus CDU, CSU, Grü­nen und FDP gern er­spa­ren. Das sym­pa­thisch klin­gen­de Wort »Ja­mai­ka« mag je­den­falls nicht zu je­ner Tris­tesse pas­sen, die sich nach den ers­ten Son­die­rungs­run­den ab­zeich­net. Das Miss­trau­en, der Un­ernst und die Am­bi­ti­ons­lo­sig­keit, mit der die Ver­tre­ter der vier Par­tei­en los­le­gen, ver­hei­ßen eher blei­er­ne Jah­re als je­nen Auf­bruch, den vor al­lem Jour­na­lis­ten dem Bünd­nis an­dich­ten. Na­tür­lich, die Aus­sicht auf di­ver­se Kon­flik­te, po­li­ti­scher wie kul­tu­rel­ler Na­tur, die be­reits in der Ken­nen­lern­pha­se of­fen aus­ge­tra­gen wer­den, ver­spricht span­nen­de Ge­schich­ten. Aber das ist die ego­is­ti­sche Sicht des Pu­bli­zis­ten, kei­ne staats­bür­ger­li­che.

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