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Le­ben

Unsere einzige Wahrheit

Der Regisseur Michael Haneke zeigt, dass es keine Antworten gibt. Jetzt kommt sein neuer Film: „Happy End“.
Von Ferdinand von Schirach

„Hap­py End“-Dar­stel­ler Jean-Lou­is Trin­ti­gnant (2. v. l.), Isa­bel­le Hup­pert (3. v. l.), Ma­thieu Kas­so­vitz (r.): Je­der ist ein­sam, und alle blei­ben sich fremd

Irgend­wann hat man kei­ne Vor­bil­der mehr. Man weiß zu viel, zu viel über sich selbst und zu viel über die an­de­ren. Mi­cha­el Ha­n­eke ist für mich die eine Aus­nah­me. Kunst ist kein de­mo­kra­ti­scher Pro­zess, kein so­zia­ler Vor­gang, sie ist das Ge­gen­teil. Sie muss kom­pro­miss­los sein, und ich ken­ne kei­nen an­de­ren Künst­ler, der we­ni­ger Kom­pro­mis­se macht. Die Prä­zi­si­on sei­ner Ar­bei­ten, das Un­sen­ti­men­ta­le, das Feh­len al­ler Kli­schees – das al­les hat mich oft auf­ge­rich­tet, wenn ich auf­ge­ben woll­te. Aber ich kann kei­ne Re­zen­si­on ei­nes Ha­n­eke-Films schrei­ben, ich bin kein Kri­ti­ker. Ich kann nur sa­gen, was mir die­se Fil­me be­deu­ten, ich kann eine Ge­schich­te er­zäh­len.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 41/2017.