>

Li­te­ra­tur II

Der Ozean-Dichter

Nobelpreisträger Kazuo Ishiguro und seine Expeditionen in die Tiefsee der Seele

Schrift­stel­ler Is­hi­gu­ro: Welt als Fas­sa­de

Ein­mal, ganz am Ende von Ka­zuo Is­hi­gu­ros er­schüt­tern­dem Ro­man „Al­les, was wir ge­ben muss­ten“, steht die Er­zäh­le­rin Ka­thy ir­gend­wo im Nichts von Nor­folk und sieht leich­tem Müll beim Flie­gen zu. Plas­tik­fo­li­en, Tei­le von Ein­kaufs­tü­ten ver­fan­gen sich in Ästen und Sta­chel­draht. Und sie stellt sich vor, dass hier der Ort wäre, an dem al­les, was sie seit ih­rer Kind­heit ver­lo­ren hat, an­ge­schwemmt wür­de. Und wenn sie nur lang ge­nug war­te­te, er­schie­ne hier, und ge­nau hier, der eine Mensch aus ih­rer Ver­gan­gen­heit, den sie sich zu­rück­wünscht aus der Welt der To­ten. Es ist nur eine Fra­ge der Zeit. Und der Wunsch­kraft. Und der Be­har­rung.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer SPIEGEL-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 41/2017.