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Wirt­schaft

Stadt­ver­kehr in Ber­lin

Au­to­in­dus­trie

Konzernen droht Umrüstung

Unabhängige Sachverständige sollen prüfen, ob sich Dieselfahrzeuge technisch dazu eignen.

Die Au­to­kon­zer­ne wer­den wahr­schein­lich doch dazu ge­bracht, eine Hard­ware-Um­rüs­tung für Die­sel-Pkw an­zu­bie­ten, de­ren Stick­oxid­aus­stoß auf der Stra­ße zu hoch ist. Dar­auf ha­ben sich in die­ser Wo­che Ex­per­ten und Be­am­te des Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums ver­stän­digt, die in ei­ner ge­mein­sa­men Ar­beits­grup­pe nach Lö­sun­gen zur Ver­mei­dung von Fahr­ver­bo­ten su­chen. Ur­sprüng­lich hat­te die In­dus­trie nur eine An­pas­sung der Soft­ware an­ge­bo­ten. Jetzt sieht die Ei­ni­gung vor, dass ex­ter­ne Sach­ver­stän­di­ge Die­sel­mo­del­le dar­auf über­prü­fen sol­len, ob die nach­träg­li­che Aus­stat­tung ei­nes Ka­ta­ly­sa­tors mit ei­ner Harn­stof­f­e­in­sprit­zung (so­ge­nann­tes Ad­Blue) tech­nisch mög­lich und fi­nan­zi­ell sinn­voll ist. So soll Druck auf die Au­to­bau­er aus­ge­übt wer­den, ei­nen Nach­rüst­satz an­zu­bie­ten. Meh­re­re Zu­be­hör­her­stel­ler ha­ben ein sol­ches Set be­reits ent­wi­ckelt. Den­noch wehr­ten sich VW, Mer­ce­des und BMW auf dem ge­mein­sa­men Die­sel­gip­fel mit der Bun­des­re­gie­rung An­fang Au­gust noch da­ge­gen. Auf ähn­li­che Wei­se sol­len auch äl­te­re Stadt­bus­se mo­di­fi­ziert wer­den, die als wei­te­re gro­ße Schad­stoff­quel­le in den In­nen­städ­ten gel­ten. Das Geld für die­ses So­fort­pro­gramm soll aus ei­nem Fonds kom­men, der mit Be­tei­li­gung der Bun­des­län­der und der Au­to­in­dus­trie auf Bun­des­ebe­ne ge­schaf­fen wer­den soll. Wer die Nach­rüst-Sets für die Die­sel-Pkw be­zah­len soll, ist un­klar. Ein Teil könn­te auf die Kun­den ab­ge­wälzt wer­den, die da­für trotz Fahr­ver­bo­ten in die City fah­ren könn­ten.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 41/2017.