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So ge­se­hen

Reise nach Jeru­salem

Der Bundestag sollte über eine ganz neue Sitzordnung nachdenken.

von Christiane Hoffmann

Der Platz, den wir in ei­nem Raum ein­neh­men, ist im­mer sym­bo­lisch: ob wir vorn oder hin­ten sit­zen, am Rand oder in der Mit­te, ne­ben wem und ne­ben wem auf kei­nen Fall. Dar­über ha­ben wir schon in der Schu­le ge­strit­ten. Nun strei­tet der Bun­des­tag. Nicht ne­ben der AfD, mehr Plät­ze in der ers­ten Rei­he, es geht zu wie im Kin­der­gar­ten. Ein paar Vor­schlä­ge zur Güte: War­um nicht lo­sen? So war es doch auch in der Schu­le: Wenn sich der Klas­sen­rat par­tout nicht über die Sitz­ord­nung ei­ni­gen konn­te, muss­te eben das Los ent­schei­den. Oder ra­di­ka­ler: freie Sitz­wahl. Wer zu­erst kommt, sucht sich den schöns­ten Platz. Dann sä­ßen alle bunt durch­ein­an­der. Je­den Sit­zungs­mor­gen neu. Das könn­te auch hel­fen, Be­rüh­rungs­ängs­te zu über­win­den.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 41/2017.