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Dar­stel­lung ei­ner Pran­ger­sze­ne in Lon­don(*): Be­schimpft, be­spuckt, mit Fä­ka­li­en be­wor­fen

Zeit­geist

Und raus bist du

Pöbeleien, Normverletzungen und Beschämungen nehmen zu, nicht nur in sozialen Netzwerken. Waltet im Shitstorm, paradoxerweise, eine Sehnsucht nach Gemeinschaft?

Wer das Wort Scham hört, denkt zu­nächst an nack­te Kör­per, an den Scham­be­reich viel­leicht, das Wort ist se­xu­ell kon­no­tiert. Und so spricht zu­nächst ei­ni­ges da­für, dass Scham ein schwin­den­des Ge­fühl sein könn­te, vom Aus­ster­ben be­droht. So­zia­le Netz­wer­ke ha­ben aus der Selbst­aus­stel­lung ge­ra­de­zu ein Ge­schäfts­mo­dell ge­macht. Im In­ter­net ist der Mensch oft nicht nur nackt, er ist glä­sern, und es scheint sich nie­mand mehr dar­an zu stö­ren: bes­ser ne­ga­ti­ve Auf­merk­sam­keit als gar kei­ne, das Zeit­al­ter des Nar­ziss­mus äh­nelt auch dar­in der Kind­heit.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 39/2017.