Kultur

Tän­ze­rin­nen bei Er­öff­nung der dies­jäh­ri­gen Volks­büh­nen-Spiel­zeit auf dem ehe­ma­li­gen Flug­ha­fen Tem­pel­hof
Theater

Computer spielen in der Volksbühne

Chris Der­con, der neue In­ten­dant der Ber­li­ner Volks­büh­ne, treibt den Um­bau des tra­di­ti­ons­rei­chen Thea­ters in eine Ab­spiel­stät­te von Fremd­pro­duk­tio­nen kon­se­quent vor­an. So plant er für das Jahr 2018 die Strei­chung sämt­li­cher Stel­len für Re­gie und Dra­ma­tur­gie, ins­ge­samt mehr als zehn. Wie aus Un­ter­la­gen für den Haus­halts­aus­schuss des Ber­li­ner Ab­ge­ord­ne­ten­hau­ses her­vor­geht, soll das Schau­spie­ler­en­sem­ble von 27 auf 12 Stel­len re­du­ziert wer­den. Ver­dop­pelt wird da­für die Be­set­zung der Pres­se­stel­le, um fünf Stel­len ver­stärkt die Ab­tei­lung für Mar­ke­ting und Öffent­lich­keits­ar­beit. Trotz ei­ner sol­chen PR-Of­fen­si­ve glaubt Der­con nicht, dass die Volks­büh­ne so at­trak­tiv bleibt, wie sie es un­ter sei­nem Vor­gän­ger war, dem Ost­ber­li­ner Thea­ter­re­gis­seur Frank Cas­torf. Der bel­gi­sche Ku­ra­tor kal­ku­liert ei­nen Zu­schau­er­schwund von über 40 000 Be­su­chern für das nächs­te Jahr ein – das wäre na­he­zu ein Vier­tel we­ni­ger Zu­schau­er als in die­sem. Mög­li­cher­wei­se ver­traut der um­strit­te­ne In­ten­dant sei­nem ei­ge­nen Pro­gramm nicht: Un­ter den bis Ende Ja­nu­ar an­ge­kün­dig­ten ins­ge­samt 16 Pre­mie­ren des Hau­ses sind nur zwei Ei­gen­pro­duk­tio­nen im Be­reich Schau­spiel zu fin­den – da­für die Ur­auf­füh­rung ei­nes Com­pu­ter­spiels.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 38/2017.