Willi I

Eine Meldung und ihre Geschichte Wie ein Mann mit 99 Jahren König wurde

Der Kö­nig hockt ein­ge­sun­ken auf ei­ner Bier­bank vor dem Zelt, trägt eine grü­ne Ja­cke über dem ha­ge­ren Ober­kör­per, das wei­ße Haar or­dent­lich ge­schei­telt, und hält ein Kölsch in der Hand, um Vier­tel vor elf am Sonn­tag­mor­gen. Her­ren in Uni­form und Da­men in Jeans drän­gen sich um ihn, schüt­teln sei­ne Hand, ru­fen »Mensch, Wil­li« und »Glück­wunsch zum Amt«. Es ist Schüt­zen­fest in Dümm­ling­hau­sen, Gum­mers­bach, mit der Re­gio­nal­bahn und dem Bus eine Stun­de und 30 Mi­nu­ten ent­fernt von Köln. Der Mann, den sie alle be­wun­dern, ist zu Be­such hier, er ist 99 Jah­re alt und ohne Hör­ge­rät fast taub. Und, zum ers­ten Mal in sei­nem Le­ben, Kö­nig. Er re­giert seit zwei Wo­chen den Schüt­zen­ver­ein in ei­nem an­de­ren Orts­teil, Stei­nen­brück. Wahr­schein­lich gab es nie ei­nen deut­schen Kö­nig, der äl­ter war.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer SPIEGEL-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen. MIT SPIEGEL+ LESEN – GRATIS TESTEN

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 38/2017.