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ZEIT­REISE – DER SPIEGEL VOR 50 JAHREN

An­to­now An-22

Luft­fahrt

Fliegender Fortschritt

In vielem war die Sowjetunion jener Tage ausgesprochen rückständig, doch es gab ein paar Gebiete, auf denen sie allen anderen weit voraus war. Neben der Raumfahrt war das erstaunlicherweise auch die zivile Luftfahrt: Der Staatskonzern Aeroflot war die größte Fluggesellschaft der Welt.

3000 Ma­schi­nen flo­gen un­ter dem Aero­flot-Logo, die neun größ­ten US-Ge­sell­schaf­ten ka­men zu­sam­men ge­ra­de mal auf 1827, die Luft­han­sa nur auf 60 Flug­zeu­ge. Aero­flots Li­ni­en­netz war mit mehr als ei­ner hal­ben Mil­li­on Ki­lo­me­ter dop­pelt so groß wie das welt­weit zweit­größ­te Netz der Air Fran­ce. So mi­se­ra­bel ihre Stra­ßen aus­ge­baut wa­ren, so spär­lich ihre Ei­sen­bahn­stre­cken – das Flug­zeug war in der UdSSR be­reits in ei­ner Zeit zum Mas­sen­trans­port­mit­tel ge­wor­den, als das Flie­gen in West­eu­ro­pa noch ein Pri­vi­leg ei­ner klei­nen Eli­te war: 1966 hat­te die Staats­ge­sell­schaft 48 Mil­lio­nen Flug­gäs­te be­för­dert. Ver­mut­lich galt das Flie­gen als Fort­schritt, dem man sich ja im So­zia­lis­mus be­son­ders ver­pflich­tet fühl­te.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 37/2017.