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Uni­for­mier­ter: Der Dik­ta­tor lässt sich nicht er­pres­sen, er ist der Er­pres­ser

Ko­rea­kri­se

Reden und Zähneknir­schen

Der erfolgreiche sechste
Atomtest zeigt: Nordkorea hat gewaltige Fortschritte gemacht und sitzt am längeren Hebel. Am Ende werden die USA wohl mit Pjöngjang verhandeln müssen. Aber will Kim Jong Un das überhaupt?

Kim Jong Un trägt eine schi­cke Bril­le und ei­nen dunk­len Mao-An­zug, und wer ge­nau hin­sieht, er­kennt die fei­nen Na­del­strei­fen. Auf den neu­es­ten Pro­pa­gan­da­bil­dern steht der Dik­ta­tor zwi­schen fünf Män­nern, sie hö­ren ihm zu, hal­ten No­tiz­blö­cke und Stif­te in der Hand. Kim wirkt ent­spannt, er lacht und fasst ei­nen der In­ge­nieu­re am Arm. Auf ei­nem wei­te­ren Bild steckt er eine Hand wie Na­po­le­on in sei­nen An­zug, mit der an­de­ren deu­tet er auf ei­nen sil­ber­far­be­nen Zy­lin­der und ei­nen Ke­gel, bei­de sind mit wei­ßen Ka­beln ver­bun­den: Das soll sie sein, die Waf­fe, vor der die Welt in die­sen Ta­gen zit­tert. Der Spreng­kopf ei­ner zwei­stu­fi­gen Was­ser­stoff­bom­be, der sich auf ei­ner Ra­ke­te an­geb­lich bis nach Ame­ri­ka schie­ßen lie­ße. Oder nur eine At­trap­pe?

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 37/2017.