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Wirt­schaft

Bau­stel­le des Druck­was­ser­re­ak­tors Fla­man­vil­le 2016

En­er­gie

Rückschlag für Vorzeige­re­aktor

An der Zuverlässigkeit wichtiger Stahlteile gibt es plötzlich Zweifel.

Der eu­ro­päi­schen Atom­in­dus­trie droht ein schwe­rer Rück­schlag: Die In­be­trieb­nah­me ih­res Vor­zei­ge­re­ak­tors im fran­zö­si­schen Fla­man­vil­le könn­te sich um Jah­re ver­zö­gern. Grund: Die Bun­des­re­gie­rung er­wägt, eine neue, grenz­über­schrei­ten­de Um­welt­ver­träg­lich­keits­prü­fung ein­zu­lei­ten. Das geht aus der Ant­wort auf eine An­fra­ge der atom­po­li­ti­schen Spre­che­rin der Grü­nen, Syl­via Kot­ting-Uhl, aus der ver­gan­ge­nen Wo­che her­vor. An­lass für eine sol­che Prü­fung sind Stahl­tei­le, die aus­ge­rech­net im sen­si­blen Druck­be­häl­ter des Re­ak­tors ver­baut wur­den und die den ho­hen Si­cher­heits­an­for­de­run­gen mög­li­cher­wei­se nicht ge­recht wer­den. Die Tei­le wa­ren über Jah­re hin­weg von ei­ner Toch­ter des fran­zö­si­schen Atom­kon­zerns Are­va ge­fer­tigt und in mehr als 20 Re­ak­to­ren in Frank­reich ver­baut wor­den. Nach Auf­de­ckung des Skan­dals (SPIEGEL 46/​2016) hat­ten die fran­zö­si­schen Be­hör­den di­ver­se Atom­kraft­wer­ke wie den Ur­alt­mei­ler Fes­sen­heim vor­über­ge­hend still­ge­legt und über­prüft.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 37/2017.