»Amerika zerfällt«

SPIEGEL-Gespräch New Yorker Milliardäre, ein Comic-Bösewicht als Präsident – woran liegt es nur, dass Salman Rushdies neuer Roman »Golden House« wirkt, als wäre die Realität zur Fiktion geworden und die Fiktion zur Realität?

Schrift­stel­ler Rush­die: »So ge­gen­warts­nah wie nur ir­gend­wie mög­lich«

Man­hat­tan, 21. Stock ei­nes Bü­ro­hau­ses nahe dem Cen­tral Park, we­ni­ge Blocks vom Trump Tower ent­fernt. Die Gän­ge creme­far­ben, der wei­che Tep­pich, die Ta­pe­ten, al­les in Creme. In die­sem Stock­werk re­si­diert die Li­te­ra­tur­agen­tur Wy­lie. Hin­ten, am Ende des Gan­ges, liegt das Büro des le­gen­dä­ren Agen­tur­grün­ders An­d­rew Wy­lie. Er ist nicht da. Er hat sein Zim­mer heu­te ei­nem sei­ner be­rühm­tes­ten Au­to­ren zur Ver­fü­gung ge­stellt. Sal­man Rush­die, hell­blau­es Hemd, wei­ße Turn­schu­he, ist blen­den­der Lau­ne. Da­bei ist die Lage ernst. Die Wahl Trumps zum Prä­si­den­ten und die ers­ten Mo­na­te sei­ner Re­gie­rung ha­ben auch Sal­man Rush­dies Glau­ben an Ame­ri­ka, an das Ame­ri­ka, das er liebt und in dem er seit dem Jahr 2000 lebt, er­schüt­tert.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer SPIEGEL-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen. MIT SPIEGEL+ LESEN – GRATIS TESTEN

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 36/2017.