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Er­zie­hung

„Getrennte Paare lässt der Staat allein“

Familienministerin Katarina Barley, 48, will Väter stärker in den Blick der Politik nehmen.

SPIEGEL: Frau Bar­ley, wenn eine Fa­mi­lie zer­bricht, gilt plötz­lich ein El­tern­teil als „al­lein­er­zie­hend“ – näm­lich der, bei dem die Kin­der ge­mel­det sind. Wie heißt der an­de­re El­tern­teil?

Bar­ley: Es wäre si­cher­lich zeit­ge­mä­ßer, zu­nächst von ge­trennt Er­zie­hen­den zu spre­chen. Vie­le Men­schen sind sich der Tü­cken sol­cher Be­griff­lich­kei­ten nicht be­wusst. Ich habe mich selbst nach mei­ner Schei­dung als Al­lein­er­zie­hen­de be­trach­tet. Wenn ich mei­ne Kin­der hat­te, war ich ja auch al­lein mit ih­nen. Al­ler­dings ha­ben sie von An­fang an die Hälf­te der Zeit bei ih­rem Va­ter ver­bracht.

SPIEGEL: Ihr Mi­nis­te­ri­um ist dem Na­men nach zu­stän­dig für: Fa­mi­lie, Se­nio­ren, Frau­en und Ju­gend. Kön­nen Sie ver­ste­hen, dass sich man­che Män­ner dis­kri­mi­niert füh­len?

Bar­ley: Ich hal­te die Pro­ble­me von Frau­en auch au­ßer­halb des fa­mi­liä­ren Be­reichs noch für so gra­vie­rend, dass es den Na­men recht­fer­tigt. Trotz­dem müs­sen wir Jun­gen, Vä­ter und Män­ner auch in den Blick neh­men.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 36/2017.