»In Deutschland rumort es«

Meinungsforschung Der Psychologe Stephan Grünewald ergründet die Deutschen seit Langem. In einer Studie zur politischen Lage traf sein Team auf labile Bürger voller Emotionen.

Grü­ne­wald, 56, schrieb Best­sel­ler wie »Deutsch­land auf der Couch« und lei­tet das Rhein­gold-In­sti­tut in Köln, ein auf Tie­fen­in­ter­views spe­zia­li­sier­tes Markt­for­schungs­in­sti­tut.

SPIEGEL: Herr Grü­ne­wald, das Rhein­gold-In­sti­tut hat vor der Wahl wie­der eine Tie­fen­ana­ly­se der deut­schen Be­find­lich­keit vor­ge­nom­men. Wie sind Sie vor­ge­gan­gen?

Grü­ne­wald: Wir hat­ten 50 Wäh­ler auf der Couch. 26 in psy­cho­lo­gi­schen Tie­fen­in­ter­views und die an­de­ren in drei Grup­pen­dis­kus­sio­nen. Wir hat­ten sie­ben Psy­cho­lo­gen, zwei wa­ren im Os­ten un­ter­wegs. Das ist nicht re­prä­sen­ta­tiv, aber man er­kennt schon We­sens­zü­ge.

SPIEGEL: Was ha­ben Sie her­aus­ge­fun­den?

Grü­ne­wald: Das Grund­mo­ment war, dass die Wäh­ler von die­sem Wahl­kampf to­tal ent­täuscht sind. Sie ha­ben das Ge­fühl, dass nicht auf das ein­ge­gan­gen wird, was sie be­wegt, und dass vie­les schön­ge­färbt wird. Wir ha­ben uns ge­fragt: Was ist denn mit den Leu­ten los?

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 36/2017.