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ZEIT­REISE – DER SPIEGEL VOR 50 JAHREN

Wil­ly Brandt und Sohn Lars beim Staats­be­such am Schwar­zen Meer

Ost­po­li­tik

Kurskor­rektur am Schwarzen Meer

„Wandel durch Annäherung“ charakterisierte die Neuorientierung der Bonner Ostpolitik durch Bundeskanzler Willy Brandt. Bereits als Außenminister suchte Brandt den Kontakt zu den Staaten des Warschauer Pakts. Doch seine Strategie war anfangs eine andere.

Seit Ende des Welt­kriegs hat­te Deutsch­land prak­tisch dar­auf ver­zich­tet, eine ei­ge­ne Ost­po­li­tik zu ent­wi­ckeln, der Blick ging nach Wes­ten, Wa­shing­tons Po­li­tik ge­gen­über den „Soff­jets“, wie der Alt­kanz­ler sie nann­te, war auch die Po­li­tik Ade­nau­ers. Doch mit dem Krieg in Viet­nam droh­ten die Schutz­ga­ran­ti­en der USA weg­zu­bre­chen, ar­gu­men­tier­te zu­min­dest Ru­dolf Augstein in sei­nem Kom­men­tar, in dem er auf zwei Spal­ten durch die Chan­cen und Ri­si­ken der chi­ne­sisch-rus­sisch-ame­ri­ka­ni­schen Mé­na­ge-à-trois irr­lich­ter­te. West­ber­lin sei die „Gei­sel der So­wjets in ei­nem Krieg zwi­schen den Atom­mäch­ten USA und Chi­na“, höchs­te Zeit, die „Haus­meis­ter-Schi­ka­nen des Herrn Wal­ter Hall­stein über Bord zu wer­fen“.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 34/2017.