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Wirt­schaft

Trak­tor mit Gül­le­ver­tei­ler

Land­wirt­schaft

„Vor der Lobby gekuscht“

Die steigende Güllemenge belastet die Umwelt immer stärker.

Green­peace-Agrar­ex­per­tin Chris­tia­ne Hux­dorff, 38, er­klärt das Pa­ra­dox, war­um im­mer we­ni­ger Bau­ern im­mer mehr Jau­che pro­du­zie­ren und war­um die Ni­trat­be­las­tung des Grund­was­sers vie­ler­orts wei­ter alar­mie­rend hoch ist.

SPIEGEL: Laut Sta­tis­ti­schem Bun­des­amt sank zwi­schen 2010 und 2015 die Zahl der Höfe um neun Pro­zent, die Men­ge der Gül­le stieg aber eben­falls um die­se Zahl. War­um pro­du­zie­ren im­mer we­ni­ger Be­trie­be im­mer mehr Jau­che?

Hux­dorff: Das liegt an den im­mer grö­ßer wer­den­den Stäl­len und Vieh­be­stän­den. Die in­dus­tri­el­le Land­wirt­schaft ver­drängt die Fa­mi­li­en­be­trie­be und be­las­tet die Um­welt im­mer stär­ker.

SPIEGEL: Geht die Bun­des­re­gie­rung ge­gen die Be­las­tun­gen vor?

Hux­dorff: Die Re­gie­rung hat vor der star­ken Agrar­lob­by so lan­ge ge­kuscht, bis die EU-Kom­mis­si­on Deutsch­land im ver­gan­ge­nen Jahr we­gen Ver­sto­ßes ge­gen die Ni­tratricht­li­nie ver­klag­te.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 34/2017.