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Haus­mit­tei­lung

Was­ser­mann, Gey­er, Ficht­ner

Im Süd­os­ten Ber­lins, in Schö­ne­feld, wird seit elf Jah­ren an ei­nem Flug­ha­fen ge­baut, der wo­mög­lich nie­mals er­öff­net wer­den kann. Wohl noch nie zu­vor ist ein staat­li­ches Groß­pro­jekt der­art ent­gleist, und dar­an tra­gen vor­ran­gig die öf­fent­li­chen Bau­her­ren die Schuld. So ver­wi­ckelt ist der Fall BER, dass Ull­rich Ficht­ner, Mat­thi­as Gey­er und An­dre­as Was­ser­mann, un­ter­stützt durchSPIEGEL-Do­ku­men­tar An­dré Gei­cke, sie­ben Mo­na­te lang für ihre Re­cher­chen be­nö­tig­ten. Tau­sen­de Sei­ten Ak­ten wa­ren zu sich­ten, Ge­richts­ur­tei­le, Un­ter­su­chungs­be­rich­te, Lärm­gut­ach­ten. Es galt, die Ab­son­der­lich­kei­ten von Sprink­ler-An­la­gen und Ent­rau­chungs­ma­tri­zen zu ver­ste­hen und Dut­zen­de Zeit­zeu­gen zum BER zu be­fra­gen, dar­un­ter ehe­ma­li­ge und ak­tu­el­le Flug­ha­fen­chefs, Bür­ger­meis­ter und Mi­nis­ter. Her­aus­ge­kom­men ist eine Re­por­ta­ge, die von deut­scher Über­heb­lich­keit han­delt – und mit 20 Sei­ten so lang ist wie kaum eine SPIEGEL-Ge­schich­te zu­vor. zum Ar­ti­kel

Thimm (r.) in Marx­loh

Am Diens­tag er­klär­te SPD-Kanz­ler­kan­di­dat Mar­tin Schulz In­te­gra­ti­on zu ei­ner der wich­ti­gen ge­sell­schafts­po­li­ti­schen Zu­kunfts­auf­ga­ben Deutsch­lands. In Duis­burg lässt sich bei­spiel­haft be­ob­ach­ten, wie schwer es ist, sie zu lö­sen. Kat­ja Thimm fühl­te sich manch­mal an Rei­sen in Schwel­len­län­der er­in­nert, als sie nun im Stadt­vier­tel Marx­loh re­cher­chier­te, wo Mi­gran­ten in der Über­zahl sind. Sie be­sich­tig­te Schrot­t­im­mo­bi­li­en, in de­nen Ar­muts­zu­wan­de­rer aus Ost­eu­ro­pa le­ben, oft ge­mein­sam mit Rat­ten. Sie er­fuhr, dass es kaum eine Form der Kri­mi­na­li­tät gibt, die in dem Vier­tel nicht ge­häuft vor­kommt. Den­noch ge­lang­te sie am Ende zu dem Er­geb­nis, dass Marx­lohs Ruf der No-go-Area, aus der sich so­gar der Staat zu­rück­ge­zo­gen habe, nicht an­ge­mes­sen ist. „Ord­nungs­kräf­te und Po­li­zei sind in ho­hem Maße in Marx­loh und an­de­ren Pro­blem­vier­teln prä­sent“, sagt Thimm, „und sie ver­su­chen mit Null-To­le­ranz-Stra­te­gi­en, die Kon­trol­le wie­der­zu­ge­win­nen.“zum Ar­ti­kel

Sie habe als Kind wahr­schein­lich zu viel Milch ge­trun­ken, lei­de manch­mal un­ter dröh­nen­den Oh­ren und wür­de in ih­rem un­ge­pfleg­ten Gar­ten gern mehr Un­kraut zup­fen – es wa­ren auch In­for­ma­tio­nen wie die­se, die die bei­den Kin­der­re­por­ter Con­stan­tin und Cem­re kürz­lich von An­ge­la Mer­kel er­hiel­ten. Das In­ter­view, das die mäch­tigs­te Frau der Welt den bei­den Elf­jäh­ri­gen gab, ist in der neu­en Aus­ga­be von DEIN SPIEGEL zu le­sen, dem Nach­rich­ten-Ma­ga­zin für Kin­der, das am Diens­tag er­scheint. Am glei­chen Tag kommt die neue Aus­ga­be von SPIEGEL WIS­SEN her­aus, die sich dem The­ma „In­tel­li­genz“ wid­met. Um zu er­grün­den, wie sich die Kraft des Geis­tes ent­wi­ckelt und ob man sie trai­nie­ren kann, be­such­ten die Au­to­ren un­ter an­de­rem eine Kita, in der Vier­jäh­ri­ge ihre Ge­füh­le ana­ly­sie­ren. Au­ßer­dem lie­ßen sie sich er­klä­ren, war­um Fe­mi­nis­mus nicht nur gut für den Geist, son­dern auch für den Sex ist.