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ZEIT­REISE – DER SPIEGEL VOR 50 JAHREN

Ver­le­ger Sprin­ger 1967

Pri­vat­fern­se­hen

Springers Spione

Der Siegeszug des Fernsehens in den Sechzigerjahren hatte eines gezeigt: Wer in Zukunft medial eine Rolle spielen wollte, musste bei den Bewegtbildern dabei sein. Entsprechend setzte Europas größter Zeitungsverlag Axel Springer alles daran, dem „Verlegerfernsehen“ den Weg frei zu machen. Dafür wurde in einer klandestinen Aktion sogar das ZDF ausspioniert.

Seit 1960 wa­ren alle Ver­su­che, in Deutsch­land ein Pri­vat­fern­se­hen zu eta­blie­ren, an Ge­rich­ten und der Ei­nig­keit der Par­tei­en ge­schei­tert. Für die Ver­la­ge – al­len vor­an den Axel Sprin­ger Ver­lag – war das eine Ka­ta­stro­phe. Zwar hat­te die Ge­samt­auf­la­ge der Sprin­ger-Druckerzeug­nis­se be­reits die 18-Mil­lio­nen-Mar­ke über­schrit­ten, aber ge­druck­tes Pa­pier, das war Ver­gan­gen­heit – die Zu­kunft spiel­te sich in den elek­tro­ni­schen Märk­ten ab, zu­mal die Staats­sen­der nun auch noch an­fin­gen, Wer­be­kun­den zu ak­qui­rie­ren.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 33/2017.