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Per­so­na­lien

Eine große Familie

In der neu­en Ama­zon-Se­rie „The Ro­ma­n­offs“ wird die ame­ri­ka­ni­sche Schau­spie­le­rin Chris­ti­na Hend­ricks, 42, eine wich­ti­ge Rol­le spie­len. Zu ver­dan­ken hat sie den Job wohl ei­nem al­ten Be­kann­ten: Mat­t­hew Wei­ner. Der er­fand die am­bi­tio­nier­te Se­rie und kennt Hend­ricks seit Jah­ren: Sie spiel­te in Wei­ners Meis­ter­werk „Mad Men“ jah­re­lang die Femme fa­ta­le Joan Hol­lo­way. Wei­ners ak­tu­el­les Pro­jekt er­zählt die Ge­schich­te von Men­schen, die glau­ben, mit der rus­si­schen Za­ren­fa­mi­lie ver­wandt zu sein. Nach der Ok­to­ber­re­vo­lu­ti­on 1917 sind der ehe­ma­li­ge Zar, sei­ne Ehe­frau und ihre Kin­der von den Bol­sche­wi­ken hin­ge­rich­tet wor­den. Ge­rüch­te, dass ei­nes der Kin­der über­lebt habe, hal­ten sich hart­nä­ckig. Jede Fol­ge der Se­rie, die in der Jetzt­zeit in ver­schie­de­nen Län­dern spielt, wird mit an­de­ren Prot­ago­nis­ten be­setzt. Ama­zon in­ves­tiert für acht Fol­gen ein­drucks­vol­le 70 Mil­lio­nen US-Dol­lar. Hend­ricks kann sich bei den Dreh­ar­bei­ten auf ein Wie­der­se­hen mit ih­rem „Mad Men“-Kol­le­gen John Slat­te­ry freu­en – und dar­auf, Isa­bel­le Hup­pert zu tref­fen. Der fran­zö­si­sche Film­star ist auch mit von der Par­tie.

Junk-Politics

Der bri­ti­sche Star­koch Ja­mie Oli­ver, 42, ist auf sei­ne Pre­mier­mi­nis­te­rin The­re­sa May ex­trem wü­tend: „Was sie ge­tan hat, war schreck­lich, wie sie es ge­tan hat, war schreck­lich.“ Das sag­te der fünf­fa­che Va­ter jetzt in ei­nem Ge­spräch mit dem „Sun­day Times Ma­ga­zi­ne“ und meint da­mit Mays Um­gang mit ei­nem staat­li­chen Ge­sund­heits­plan, den er mit ih­rem Vor­gän­ger Da­vid Ca­me­ron aus­ge­ar­bei­tet hat­te. Das Re­gie­rungs­pro­gramm ge­gen Fett­lei­big­keit bei Kin­dern soll­te im Juni ver­gan­ge­nen Jah­res star­ten, doch Ca­me­ron trat zu­rück. May über­ar­bei­te­te den Plan, ohne sich mit dem Kü­chen­chef zu be­ra­ten. Oli­ver: „Sie hat al­les zer­stört.“ Die laut Ge­sund­heits­be­hör­de wirk­sams­ten Maß­nah­men, um Kin­der vor Über­ge­wicht zu be­wah­ren, sind ent­fal­len: das Ver­bot von Son­der­an­ge­bo­ten für Junk­food in Su­per­märk­ten und eine Ein­schrän­kung für Wer­bung, die un­ge­sun­des Es­sen spe­zi­ell für Kin­der pro­pa­giert. Laut ei­ner Stu­die der staat­li­chen Ge­sund­heits­be­hör­de ist ei­nes von drei Kin­dern in Eng­land be­reits im Grund­schul­al­ter über­ge­wich­tig oder fett­lei­big.

Die Seiltän­zerin

Seit Hil­la­ry Clin­ton, 69, ehe­ma­li­ge Au­ßen­mi­nis­te­rin der USA, im Wahl­kampf ge­gen den ehe­ma­li­gen TV-Show-Gast­ge­ber Do­nald Trump ver­lo­ren hat­te, mied sie die Öffent­lich­keit. Bald legt sie ein Buch vor, das als eine Art See­len­strip­tease an­ge­kün­digt wird. „What Hap­pe­n­ed“ wird am 12. Sep­tem­ber in den USA er­schei­nen. Der Ver­lag ver­spricht: „Hil­la­ry lässt Sie teil­ha­ben an der in­ten­si­ven per­sön­li­chen Er­fah­rung, als ers­te Frau für die US-Prä­si­dent­schaft ei­ner der gro­ßen Par­tei­en kan­di­diert zu ha­ben.“ Die Po­li­ti­ke­rin be­rich­te über eine Wahl, die ge­kenn­zeich­net ge­we­sen sei von Wut und Se­xis­mus, ver­rück­ten Er­leb­nis­sen, „rus­si­scher Ein­mi­schung und von ei­nem Geg­ner, der alle Re­geln brach“. Clin­ton, der im Wahl­kampf im­mer wie­der Dis­tan­ziert­heit und feh­len­de Au­then­ti­zi­tät vor­ge­wor­fen wur­de, ver­heißt scho­nungs­lo­se Of­fen­heit: „Aus Grün­den, die ich er­klä­ren will, war ich in der Ver­gan­gen­heit oft ex­trem vor­sich­tig in der Öffent­lich­keit. Als ob ich ohne Netz auf dem Seil tan­ze. Jetzt kom­me ich aus der De­ckung.“

Wiese der Wahrheit

Er ist ei­ner der meist­be­schäf­tig­ten und best­be­zahl­ten Hol­ly­wood­stars – und er ver­steht es of­fen­sicht­lich, sei­ne Work-Life-Ba­lan­ce op­ti­mal aus­zu­ta­rie­ren: Sa­mu­el L. Jack­son, 68, lässt in je­dem Ver­trag fest­hal­ten, dass er wäh­rend Dreh­ar­bei­ten zwei­mal in der Wo­che zum Golf ge­hen darf. Er liebt das Spiel so sehr, dass er so­gar in den Fe­ri­en auf ei­ner Jacht im Mit­tel­meer nicht dar­auf ver­zich­ten kann: mit Bäl­len aus Fisch­fut­ter, die er in die Flu­ten schlägt. Sein Han­di­cap lag schon mal bei 2,3; im Mo­ment ar­bei­tet er dar­an, wie­der dort­hin­zu­kom­men. Beim Golf ler­ne man Men­schen gut ken­nen, glaubt Jack­son: „Man sieht, ob je­mand ge­dul­dig ist, ob je­mand lau­nisch oder nei­disch ist. Man­che Leu­te ha­ben eine sehr hohe Mei­nung von ih­ren Fä­hig­kei­ten, die sie in Wahr­heit gar nicht be­sit­zen.“ Jack­son er­zählt, er habe schon mit zwei Prä­si­den­ten ge­golft: Bill Clin­ton und Do­nald Trump. Für Clin­ton sei al­les nur ein gro­ßer Spaß; Trump hin­ge­gen stren­ge sich sehr an zu zei­gen, wie toll er spie­len kann. Jack­son selbst scheint eher in sich zu ru­hen: „Wenn ich ei­nen schlech­ten Schlag ge­macht habe, ver­ges­se ich das ganz schnell.“

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 33/2017.