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Thea­ter­kri­tik

Zu Besuch zu Haus

Der Ort als Schicksal und Chance: Judith Kuckarts Passionsspiel „Heimaten“

In der Gast­wirt­schaft Klo­cke liegt ein Be­sof­fe­ner quer auf dem Tre­sen, als hät­te ein trau­ri­ges Schick­sal ihn dort hin­ge­schleu­dert. Der Kopf des Kerls hängt halb im Glä­ser­spül­be­cken, die Au­gen glot­zen starr auf den Bo­rus­sia-Dort­mund-Schal an der Gast­stu­ben­wand, die Bei­ne la­gern auf ei­nem Bar­ho­cker. Aus dem Ne­ben­zim­mer hört man Kla­vier­mu­sik. Eine Frau schlurft her­bei und be­rich­tet, was sie von dem Tre­sen­mann weiß: „Ne­ben sei­nem Ein­kaufs­wa­gen, der be­packt ist mit Plas­tik­tü­ten, ste­hen Turn­schu­he.“ Da rap­pelt der Trun­ken­bold sich auf, zupft sei­nen schwar­zen An­zug zu­recht und sagt: „Na, Püp­pi?“ und „Bleibst du über Nacht?“.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 33/2017.