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Ana­ly­se

Warten auf die guten Tage

Der indische Premier Narendra Modi hat die Wirtschaft seines Landes belebt. Aber er hat das Land auch zu einem intoleranten Ort gemacht.

von Laura Höflinger

Naren­dra Modi hat schon viel ver­spro­chen, aber die letz­te An­kün­di­gung war selbst für sei­ne Ver­hält­nis­se ge­wagt. Bis 2022 soll ein „Neu­es In­di­en“ ent­ste­hen, er­klär­te er im Juli: Je­der Bür­ger sol­le ein Ge­löb­nis ab­le­gen, um „das Land un­se­rer Träu­me“ zu er­schaf­fen. Ein Land ohne Kor­rup­ti­on, Ter­ro­ris­mus und Dreck. Ein Land „ehr­li­cher Bür­ger“ – so pflicht­be­wusst, dass sie so­gar „die Ver­kehrs­re­geln ein­hal­ten“. Wer das alte In­di­en kennt, weiß, wie uto­pisch die­ses „neue“ ist. Es ist nur die jüngs­te der vie­len Ver­hei­ßun­gen Mo­dis: Toi­let­ten für alle, ein Ende der Ar­mut, zu­letzt ent­warf er die Vi­si­on ei­ner bar­geld­lo­sen Ge­sell­schaft. „Die gu­ten Tage kom­men“, so hat­te er es im Wahl­kampf 2014 ver­spro­chen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 33/2017.