»Deutschland verhält sich irrational«

Türkei Vizepremier Mehmet Şimşek mahnt im Streit mit der Bundesregierung zu Besonnenheit. Beim Kampf gegen den Terror könne seine Regierung keine Kompromisse machen.

Po­li­ti­ker Şimşek in sei­nem Büro in An­ka­ra: »Wir wur­den ge­täuscht«

Wenn die Tür­kei in­ter­na­tio­nal un­ter Druck ge­rät, wenn sie aus­län­di­sche Re­gie­run­gen be­ru­hi­gen muss, schickt sie gern den stell­ver­tre­ten­den Pre­mier­mi­nis­ter Şimşek vor. Er ist 50 Jah­re alt, zu­stän­dig für Fi­nan­zen und Wirt­schaft, ei­ner der we­ni­gen Mo­dera­ten in der Re­gie­rung un­ter Er­doğan. Şimşek ist in ärm­li­chen Ver­hält­nis­sen im kur­di­schen Süd­os­ten der Tür­kei auf­ge­wach­sen und lern­te erst in der Grund­schu­le Tür­kisch. Mit­hil­fe ei­nes Sti­pen­di­ums stu­dier­te er in Groß­bri­tan­ni­en, er­lang­te die bri­ti­sche Staats­bür­ger­schaft und ar­bei­te­te als In­vest­ment­ban­ker in Lon­don. 2007 wur­de er Wirt­schafts­mi­nis­ter un­ter dem da­ma­li­gen Pre­mier Re­cep Tay­yip Er­doğan. 2015 wur­de er Vize un­ter Pre­mier Ah­met Da­vu­to­ğlu, er be­hielt sei­nen Pos­ten auch un­ter dem neu­en Re­gie­rungs­chef Bi­na­li Yıl­dırım. Zum In­ter­view emp­fängt Şimşek im Amt des Pre­mier­mi­nis­ters in An­ka­ra.

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