Herrscher im Hinterzimmer

Polen Jarosław Kaczyński, der starke Mann hinter der nationalkonservativen Regierung in Warschau, war noch nie so mächtig. Seine Justizreform hebt die Gewaltenteilung auf. Führt er seine Landsleute sogar aus der EU?

Re­form­geg­ner bei De­mons­tra­ti­on in Poz­nań: »An­schlag auf die De­mo­kra­tie«

Das Zen­trum der pol­ni­schen Macht liegt nicht im War­schau­er Par­la­ment, es liegt auch nicht im Prä­si­den­ten­pa­last, son­dern in ei­nem selt­sa­men, fens­ter­lo­sen Bau, der von au­ßen an ein Park­haus er­in­nert. Er steht et­was ab­seits der War­schau­er In­nen­stadt, ge­ra­de noch in Sicht­wei­te der vie­len neu­en Wol­ken­krat­zer aus Glas und Stahl. Je­den Mor­gen holt ein Dienst­wa­gen Ja­rosław Kac­zyń­ski aus sei­ner Woh­nung im Stadt­teil Żoli­borz ab und bringt ihn in die No­wo­grodz­ka-Stra­ße Nr. 84–86. Hier ha­ben sich ein Su­shire­stau­rant, ein Co­py­shop und eine Ver­si­che­rung ein­quar­tiert. Und hier be­fin­det sich auch das Haupt­quar­tier von Kac­zyńs­kis Re­gie­rungs­par­tei »Recht und Ge­rech­tig­keit« (PiS).

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer SPIEGEL-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen. MIT SPIEGEL+ LESEN – GRATIS TESTEN

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 30/2017.