Eine schönere Welt

Neuanfänge Mossul, einst Stadt der Bücher und des Wissens, ist endlich befreit von der Barbarei des IS. In den Ruinen sucht ein Bibliothekar nach unverbrannten Schriften und ein Major nach Rache.
Von Jonathan Stock und Christian Werner (Fotos)

Zer­stör­te Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek von Mos­sul: Für den IS war je­des Buch ein Feind

Sein Le­ben sei nicht so wich­tig, sagt der Bi­blio­the­kar von Mos­sul, er sei nur da, um die Bü­cher zu schüt­zen. Er ist mit ei­nem Auto ge­kom­men, das Ein­schuss­lö­cher auf­weist und dem die Schei­ben hin­ten feh­len. »Der Krieg«, sagt er ent­schul­di­gend. Nas­ser Ha­jjar ist ein klei­ner Mann, leicht un­ter­setzt, er trägt ein ka­rier­tes Hemd mit kur­zen Ärmeln, er re­det lei­se, und man merkt ihm an, dass er nicht häu­fig un­ter Men­schen ist. Er bit­tet ein­zu­stei­gen, und wenn je­mand fragt, so sol­le man nicht sa­gen, man sei Jour­na­list, son­dern nur ein Gast, der zum Es­sen ein­ge­la­den ist.

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