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Zeit­geist

Das Psychotop

Regionales Essen und lokales Design, Provinzromane und Politiker mit Dialekt: Heimat ist das Losungswort der Gegenwart.
Von Tobias Becker

Aus­flug in die Na­tur: Über das Bier-Ge­fühl zum Wir-Ge­fühl

Frü­her war er Schick­sal, der Ort der ei­ge­nen Her­kunft, der ei­nen ge­prägt hat, ob man woll­te oder nicht; frü­her ist Hei­mat ei­nem zu­ge­sto­ßen. Heu­te ist sie ein Selbst­fin­dungs­pro­zess. Weil die Men­schen oft um­zie­hen und oft ih­ren Ar­beit­ge­ber wech­seln, weil die Men­schen ra­di­ka­le In­di­vi­dua­lis­ten sind. Und na­tür­lich auch, weil die Welt en­ger zu­sam­men­ge­rückt ist, durch die Mi­gra­ti­on, den Tou­ris­mus, das In­ter­net, weil auch das letz­te Kaff heu­te glo­ba­li­siert ist. Lo­kal­zei­tun­gen ga­ben den Men­schen mal Hei­mat, wes­halb sich man­che gleich Hei­mat­zei­tung nann­ten. Die „West­fa­len­post“ aus Ha­gen ver­spricht in ih­rem Ti­tel­kopf bis heu­te: „Stim­me der Hei­mat – Echo der Welt“. Wie lässt sich die­ser An­spruch noch er­fül­len: das Ei­ge­ne pfle­gen – ohne sich vor dem Frem­den ab­zu­schot­ten? Es ist die Her­aus­for­de­rung der Ge­gen­wart.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 27/2017.