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Wirt­schaft

Deut­sche-Bank-Zen­tra­le in Frank­furt am Main

Deut­sche Bank

Ärger für den Großaktionär

Peking will das Finanzkonglomerat HNA an die kurze Leine nehmen und bestellt den Vizechef ein.

Der chi­ne­si­sche Kon­zern HNA ge­rät in sei­ner Hei­mat po­li­tisch un­ter Druck. Vi­ze­chef Jian Wang wur­de of­fen­bar vor ei­ni­gen Ta­gen von der chi­ne­si­schen Re­gie­rung ein­ver­nom­men. Wang gilt als der star­ke Mann hin­ter HNA-Chef Chen Feng und als Mo­tor der ra­san­ten in­ter­na­tio­na­len Ex­pan­si­on. Die Ein­ver­nah­me ist das bis­lang stärks­te Si­gnal da­für, dass Staats­chef Xi Jin­ping nach den Misch­kon­zer­nen An­bang, Fo­sun und Da­li­an Wan­da auch HNA an die kur­ze Lei­ne neh­men will. HNA hat in den ver­gan­ge­nen zwei­ein­halb Jah­ren für 40 Mil­li­ar­den Dol­lar Fir­men und Be­tei­li­gun­gen in al­ler Welt ge­kauft. An der Deut­schen Bank er­warb die Grup­pe ei­nen An­teil von knapp zehn Pro­zent und stieg da­mit zum größ­ten Ak­tio­när auf. HNA gilt als ex­trem ver­schach­telt und in­trans­pa­rent. Die chi­ne­si­sche Re­gie­rung be­müht sich seit ei­ni­ger Zeit, tie­fe­ren Ein­blick in die Fi­nan­zie­rung pri­va­ter Kon­glo­me­ra­te wie HNA zu ge­win­nen und sie stär­ker zu kon­trol­lie­ren. Zu­letzt hat­te die chi­ne­si­sche Fi­nanz­auf­sicht an­ge­kün­digt, die Kon­zer­ne zu durch­leuch­ten. Wang ist mitt­ler­wei­le wie­der ge­schäft­lich un­ter­wegs, in die­ser Wo­che be­such­te er das Im­pe­ri­al Col­le­ge Lon­don, um den Start­schuss für ein von HNA fi­nan­zier­tes For­schungs­in­sti­tut zu ge­ben.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 27/2017.