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Kanz­ler Kohl mit Ehe­frau Han­ne­lo­re, Au­ßen­mi­nis­ter Gen­scher und Bun­de­prä­si­dent Weiz­sä­cker bei der Ber­li­ner Fei­er zur Wie­der­ver­ei­ni­gung am 3. Ok­to­ber 1990

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Eine Jugend unter der Birne: Helmut Kohl war nie mein Kanzler. Bis er es doch noch wurde.
Von Stefan Kuzmany

Hel­mut Kohl war nie mein Kanz­ler. Als er ins Amt kam, 1982, war ich noch kei­ne zehn Jah­re alt. Und ob­wohl fort­an und schein­bar in alle Ewig­keit die Wor­te „Bun­des­kanz­ler“ und „Kohl“ so sehr mit­ein­an­der ver­schmol­zen wa­ren, dass die Amts­be­zeich­nung zum ei­gent­li­chen Vor­na­men Kohls wur­de – nie habe ich mich von ihm re­prä­sen­tiert ge­fühlt. Zu ein­schüch­ternd war die­ser Mann. Ei­ner, der al­les weg­wisch­te, was nicht sei­ner Mei­nung ent­sprach. Nie habe ich Hel­mut Kohl als Her­an­wach­sen­der als je­man­den emp­fun­den, der ei­nen Auf­bruch ver­sprach, et­was Neu­es, der Ju­gend zu­ge­wandt. Hel­mut Kohl, das war der Kanz­ler mei­ner kon­ser­va­ti­ven On­kel und Tan­ten, der Kanz­ler des „Wei­ter so“, die fleisch­ge­wor­de­ne Ga­ran­tie da­für, dass sich nie­mals et­was än­dern wür­de in die­sem Land.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 25/2017.