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Rauschende Mythen

Der Leuchtturm: Paolo Rumiz lässt die Einsamkeit einer Mittelmeerinsel auf sich wirken
Von Elke Schmitter

DER MO­DER­NE MENSCH schwört auf Be­we­gung in der Na­tur, um zu sich selbst zu kom­men. Der Ja­kobs­weg, die Al­pen­über­que­rung, das sind Ver­hei­ßun­gen für die ge­plag­ten Ner­ven­sys­te­me und See­len. Der Tri­es­ter Au­tor Pao­lo Rumiz hat den um­ge­kehr­ten Weg ge­wählt: Er be­gibt sich auf eine sehr klei­ne In­sel im Mit­tel­meer, um dort die Wo­chen ver­ge­hen zu las­sen. Um ihn to­ben die Win­de, krei­sen die Vö­gel, und oben wan­dern die Ster­ne; er selbst bleibt auf sei­nem Platz. Was ihn dazu ge­bracht hat, be­schreibt er nicht. Aber da er sich für die­se Zeit nichts vor­ge­nom­men hat, als Ta­ge­buch zu füh­ren, scheint es um jene Selbst­er­fah­rung zu ge­hen, die un­aus­weich­lich ist, wenn man die Schar­nie­re von Zweck und Nut­zen ein­mal ru­hen lässt.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 25/2017.