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Nils Mink­marZur Zeit

Hun­de­jahre

Wenn ich mei­nen Sohn zur Schu­le brin­ge, spa­zie­re ich durch den Wald zu­rück ins Büro. Doch der deut­sche Wald ist auch mor­gens um acht kei­ne Idyl­le. Es geht dann laut zu, manch­mal auch ver­zwei­felt. Be­zie­hun­gen wer­den be­spro­chen, es wird ge­droht, ge­bet­telt und ge­flucht. Das tun je­den­falls die Men­schen. Adres­sa­ten sind Hun­de. De­nen wird vor­ge­wor­fen, nicht zu hö­ren, ein­fach so durch den Wald zu strei­fen, ge­ne­rell un­dank­bar zu sein. Kern des Vor­wurfs ist, sie wür­den sich schon all­zu mensch­lich ver­hal­ten, näm­lich wie ihre Hal­ter, und das wür­de so nicht ge­hen. Sol­che Sze­nen er­in­nern mich an den le­gen­dä­ren Strip der „Pea­nuts“, in dem Char­lie Brown von dem rot­haa­ri­gen Mäd­chen schwärmt, mit dem er gern auf zwei Po­nys aus­rei­ten wür­de. Char­lie Brown schaut sei­nen Hund Sno­o­py vor­wurfs­voll an: „War­um bist du nicht zwei Po­nys?“ Der Bea­gle wie­der­um denkt sich sei­nen Teil: „Ich wuss­te, dass das kommt.“

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 25/2017.