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Wirt­schaft

Schäu­b­le

Haus­halt

Weniger Geld für Wahlver­sprechen

Rückerstattung der Brennelementesteuer frisst Etatplus von acht Milliarden Euro weitgehend auf.

Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäu­b­le (CDU) muss die so­ge­nann­te Flücht­lings­rück­la­ge an­zap­fen. Grund da­für ist die vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ver­füg­te Rück­erstat­tung der Brenn­ele­men­te­steu­er. Da­durch wird auch der Spiel­raum für Wahl­ver­spre­chen deut­lich ge­rin­ger. Kal­ku­liert hat­te Schäu­b­le an­ders. Er woll­te in die­sem Jahr die ge­plan­te Ent­nah­me aus der Rück­la­ge von 6,7 Mil­li­ar­den Euro 2017 ei­gent­lich aus­fal­len las­sen, weil sich der Be­trag pro­blem­los aus hö­he­ren Steu­er­ein­nah­men fi­nan­zie­ren lie­ße. Das Plus in der Bun­des­kas­se, bei dem Schäu­b­le mit bis zu 8 Mil­li­ar­den Euro rech­net, braucht er nun aber, um 7,5 Mil­li­ar­den Euro an zu viel ge­zahl­ter Kern­brenn­stoff­s­teu­er in­klu­si­ve Zin­sen zu­rück­zu­zah­len. Das Vor­ge­hen will der Mi­nis­ter in der nächs­ten Wo­che mit dem Haus­halts­aus­schuss des Bun­des­tags ab­spre­chen. Schon in den kom­men­den Ta­gen will Schäu­b­le das Geld an E.on, RWE und EnBW über­wei­sen, weil mit je­dem Tag Ver­zug hö­he­re Zin­sen an­fal­len. Die Flücht­lings­rück­la­ge wird da­mit die­ses Jahr von knapp 19 auf rund 12 Mil­li­ar­den Euro sin­ken. Die Haus­häl­ter sämt­li­cher Par­tei­en är­gern sich über die schrump­fen­de Rück­la­ge. Weil der Bund bis jetzt nie auf sie zu­rück­grei­fen muss­te, hof­fen vie­le von ih­nen, mit dem zu­rück­ge­leg­ten Geld in der nächs­ten Le­gis­la­tur­pe­ri­ode Wahl­ver­spre­chen fi­nan­zie­ren zu kön­nen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 25/2017.