>

Erst wa­ren es Schlä­ge. Dann nahm er ein Mes­ser. Als er ein Glät­t­ei­sen be­nutz­te, um ihr weh­zu­tun, wuss­te Ma­ri­ja, dass es den Mann, in den sie sich ein­mal ver­liebt hat­te, nicht mehr gab. „Die Po­li­zei? Kommt doch nur, wenn es eine Lei­che gibt“, sagt Ma­ri­ja. Es gibt vie­le Ma­ri­jas in Russ­land. Häus­li­che Ge­walt wird oft ge­dul­det, zu­letzt ver­ab­schie­de­te die Re­gie­rung ein Ge­setz „zum Woh­le der Fa­mi­lie“. Prü­geln­de Ehe­part­ner kom­men seit­dem mit ei­nem Buß­geld da­von: 85 Euro. Eine Tat­too­künst­le­rin kämpft da­ge­gen an, auf ihre Wei­se: Aus den Nar­ben, den Spu­ren der häus­li­chen Ge­walt, macht sie Kunst­wer­ke aus Tin­te. Und gibt den Op­fern so ihre Wür­de zu­rück.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer SPIEGEL-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 25/2017.